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Montag, 2. Dezember 2013

Sarek Reisebericht: Epilog - Hot or not? Welche Ausrüstung sich bewährte und die Flops

Viele Gedanken haben wir uns im Vorfeld der Sarek-Tour gemacht. Von der Etappenplanung über die Ausrüstung und die Verpflegung bis zur Packliste und zur Anreise. Doch was hat sich bewährt? Was war überflüssig oder fehlte? Hier werfen wir einen Blick darauf. Außerdem präsentieren wir einige der für uns wichtigsten Erkenntnisse des Trips.

Samstag, 30. November 2013

Sarek Reisebericht: Tag 9 - Sitojaure bis Saltoluokta: 20-Kilometer-Endspurt


Dienstag, 09.07.13: Feste Wände und ein richtiges Dach über dem Kopf sind keine Garanten für einen erholsamen Schlaf. Das ist die Erkenntnis der vergangenen Nacht in der Sitojaurestugorna/Fjällstuga Sitojaure. Von der nächtlichen Mückenjagd gezeichnet starten wir die letzte Etappe zur Fjällstation Saltoluokta. 20 Kilometer auf dem Kungsleden, die sich zum Ende noch zu einem Gewaltmarsch auswachsen sollten.

Mittwoch, 4. September 2013

Sarek Reisebericht: Tag 8 - Vom Skierffe über den Kungsleden zum Sitojaure: Auf dem Trekking-Highway



Montag, 08.07.13: Mit den vergangenen zwei Tagen im Hochfjäll hat der Sarek den unfreundlich nassen Einstieg der Tour wieder gut gemacht. Jetzt trennt uns nur noch der Skierffe vom Weitwanderweg Kungsleden. Auf dieser Seite haben wir die totale Abgeschiedenheit erlebt, auf der anderen Seite erwartet uns vergleichsweise viel Trekkingbetrieb auf einem ausgetretenen Pfad. Keine verlockende Aussicht. Zum Ende dieser Etappe kommt uns die gute Infrastruktur des "Königswegs" aber doch noch gelegen.

Sonntag, 1. September 2013

Sarek Reisebericht: Tag 7 - Lulep Vássjájågåsj bis kurz vor den Skierffe: Ein Tag im Hochfjäll


Sonntag, 07.07.13: Eine Woche sind wir nun unterwegs, schlafen im Zelt, leben aus dem Rucksack. Heute wollen wir es über das Hochfjäll bis kurz vor den Skierffe schaffen. Der markante Berg mit dem etwa 700 Meter tiefen Steilabbruch ins Rapadalen ist das oft fotografierte Wahrzeichen des Sareks und leicht vom dahinter liegenden, viel begangenen Weitwanderweg Kungsleden zu erreichen. Für uns bedeutet die Landmarke, dass die Grenze des Nationalparks, und damit das Ende der Zeit im Sarek, näher rückt. Als hätte er's gewusst, verwöhnt uns der Pfad-Gott an diesem Tag noch einmal mit einer fast vollständig weglosen, abenteuerlichen Etappe.

Mittwoch, 28. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 6 - Durch das Rapasalet bis kurz vor den Lulep Vássjájågåsj: Auf das Dach der Welt


Samstag, 06.07.13: Das Hochfjäll ist fantastisch: Auf sanften Graswellen und flechtenüberzogenen Plateaus genießen wir bei bestem Wetter großartige Aussichten und kommen gut voran. Nach der recht entbehrungsreichen ersten Hälfte der Sarek-Tour belohnt uns der Nationalpark nun mit der schönen Seite des Trekkings. In der ersten Tageshälfte haben wir allerdings noch einige Kilometer durch die grüne Hölle des Rapasalet zurückzulegen und auf noch unbekanntem Weg zum Hochplateau aufzusteigen. Eine Etappe, die die vielseitigste und zweitlängste des Trips werden sollte.

Samstag, 24. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 5 - Über das Snavvavagge in die grüne Hölle: Der Höhenmeter-Marathon


Freitag, 05.07.13: Halbzeit. Eins ist klar, als uns der Sarek zum alltäglichen Müsli-Frühstück ein freundliches Morgenwetter beschert: Der heutige Tag wird entweder sehr kurz oder sehr lang. Wie wir im Laufe des Tages merken sollten, gibt es auch noch eine dritte Möglichkeit. Den als matschig und mückenverseucht beschriebenen Abschnitt im Rapasalet haben wir bereits bei den Reisevorbereitungen "grüne Hölle" getauft.

Freitag, 16. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 4 - Kurz vor Skarja bis kurz vor das Snavvavagge: Der lange Marsch



Donnerstag, 04.07.13: Skarja empfängt uns mit Sonnenschein und einer leichten, warmen Brise. Die letzten Kilometer von unserem Zeltplatz bis zu der Hütte mit dem Notfall-Telefon sind weiter auf dem völlig unschwierigen Pfad verlaufen und werden sich als der bequemste Abschnitt der ganzen Sarek-Tour entpuppen. Noch ahnen wir nicht, dass wir an diesem Tag über neun Stunden unterwegs sein werden.

Mittwoch, 14. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 3 - Nijakjagasj bis kurz vor Skarja: Der Sonne entgegen


Mittwoch, 03.07.13: Endlich hat der Regen aufgehört und die Wolkendecke hebt sich, als wir gegen 07:30 Uhr aus dem Zelt kriechen. Der Wind ist gerade kräftig genug, um die Mücken fern zu halten. Rentiere grasen unweit unseres Standorts. Wir legen die immer noch klamme Kleidung zum Trocknen auf die Sträucher, frühstücken und wischen das Zelt ab. Das deutsche Pärchen hat weiter unten am Ufer gezeltet und bricht 40 Minuten eher auf. Zuvor erfahren wir, dass sie eigentlich dem Hauptpfad ins Ruohtesvagge folgen wollten und den Nijakjagasj somit gar nicht hätten durchqueren müssen. Sie müssen also noch einmal durch.

Sonntag, 11. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 2 - Kisurisstugan bis kurz hinter den Nijakjagasj: Das feuchte Tor zum Sarek




Dienstag, 02.07.13: Weil die Mücken einfach zu übel sind, brechen wir um 7.45 Uhr ohne Frühstück von unserem Lagerplatz am Padjelantaleden auf. Bislang haben wir den Regen nur aus der Ferne gesehen und Furtstellen gab es auch keine. Wir hoffen, mit dem Eintritt in den Sarek in exponierteres Gelände zu kommen, um dort in Ruhe zu essen.

Bald schon würden wir uns über eine geschützte Ecke freuen.

 

Samstag, 10. August 2013

Sarek Reisebericht: Tag 1 - Gällivare bis kurz vor Kisurisstugan: No plan survives contact with the enemy




Montag, 01.07.13: Gällivare ist die Stadt der Friseure. Über zehn Haarschneider zählen wir an diesem Morgen auf dem Weg zum Geldautomaten, der nur zwei Blöcke vom Hotel entfernt in der Storgatan liegt. Während der Tour müssen wir die Boot-Transporte sowie Abendessen und Frühstück in der Fjällstation Saltoluokta bezahlen. Dazu kommt die Busfahrt nach Ritsem und die von Saltoluokta/Kebnats zurück nach Gällivare. Grund genug, noch ein paar Kronen abzuheben. Unsere kleinen Rucksäcke lassen wir mit frischer Wäsche, Rasierzeug etc. im Hotel zurück.

Donnerstag, 8. August 2013

Sarek Reisebericht: Prolog - Anreise von München nach Gällivare: Auf "dem Pfad"



Sonntag, 30.06.13: Es ist früh, aber nicht mehr dunkel, als wir aufbrechen. Gerade ist die Sonne aufgegangen und bringt die Farbe zurück in die Welt. In der Nacht hat es leicht geregnet. Die Luft ist kühl und klar. Wassertropfen liegen auf den Blättern der Büsche und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich jede Häuserlücke nutze, um einen Blick auf die immer heller werdende Lebensspenderin zu erhaschen. Endlich ist es soweit. Nach Monaten der Vorbereitung. Ich bin ruhig wie München an diesem Sonntagmorgen. Keine Hast, keine Eile, keine Aufregung.

Schon während der letzten Telefonate mit Marc war klar, dass es eigentlich nichts mehr zu sagen gibt. Wir haben alles so oft durchgespielt, alles ist an seinem Platz. Jetzt läuft der Film ab.

Mittwoch, 7. August 2013

Sarek-Tour 2013: After Action Review und 3D-Flug über die Route

Die Gefährten: Daniela, Jan und Marc (von links) beim Verlassen des Sareks.
Wir sind zurück. Neun anstrengende und wunderbar abenteuerliche Tage im Sarek liegen hinter uns. Wir haben Flüsse gefurtet, Schluchten durchstiegen, Gletscherausläufer überquert, uns durch mückenverseuchtes Dickicht geschlagen und 14 Stunden ununterbrochenen Starkregen überdauert. Gelegentlich sind wir von der Route abgewichen - manchmal absichtlich, manchmal unabsichtlich. Ein paar Dinge kamen anders als gedacht.

Klar, dass das erst einmal sacken muss. Aber jetzt, knapp einen Monat nach unserer Rückkehr am 11. Juli 2013, startet der Reisebericht mit einem 3D-Flug über unsere Sarek-Route.


Donnerstag, 27. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: After Action Review - Ankündigung


Wir haben viel gelesen und uns vorbereitet. Viel geschrieben habe ich wohl auch. Bald geht es ans Eingemachte. Der Realitätstest wird zeigen, wie stimmig die Informationen aus Büchern und Foren sind, und wo unsere Planung/Ausrüstung/Verpflegung angemessen, unzureichend, oder heillos übertrieben war. Die letzten Worte vor dem Start gibt es in diesem Post.


Dienstag, 25. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Food Trials - Kartoffelbrei/Kartoffelpüree mit Milchpulver



Kartoffelbrei oder Kartoffelpüree - die Bezeichnung spielt keine Rolle: Das weiß-gelbliche Mus aus pulverisierten Erdäpfeln und Milchpulver wird gern als Trekking-Nahrung verwendet. Schnell lassen sich weitere Zutaten, wie etwa Röstzwiebeln, unterrühren und verfeinern so die an sich bereits sättigende Mahlzeit.

Wir haben drei "Trekking-Pürees" mit bereits enthaltenem Milchpulver getestet. Obwohl zwei der Breie mit den gleichen Eckdaten an den Start gehen, legt der Geschmackstest die Reihenfolge ziemlich schnell fest.
 

Sonntag, 16. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Ich packe meinen Koffer (5) - Packliste und Ausrüstung


Noch 14 Tage. Die letzten Ergänzungskäufe sind getätigt, die Buchungsbestätigungen ausgedruckt und als Backup in der "Cloud" gespeichert. Schon bald werden wir die ersten groben Wettervorhersagen für die Region erhalten. Zeit, einmal in den Rucksack zu schauen.

Samstag, 15. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Ich packe meinen Koffer (4) - Gewichtige Glaubensfragen


Gegenwärtig werde ich mit 20 Kilogramm starten. Allerdings nicht auf dem Rücken. 4,7 Kilo verteilen sich auf Kleidung, Schuhe, Gürtel, Taschenmesser, Kompass, etc. am Körper. Die verbleibenden 15,3 Kilogramm sind im Rucksack und der Rucksack selbst. Ein paar (Glaubens-)Fragen entscheiden darüber, ob das Startgewicht weiter steigt - oder sogar weniger wird.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Ich packe meinen Koffer (3) - Pimp my Rucksack


Ausrüstung allein ist noch kein Garant für eine erfolgreiche Tour. Ausrüstung allein bedeutet zunächst Gewicht, das sich im Gegensatz zur Verpflegung nicht verbraucht und damit vom ersten bis zum letzten Tag zu tragen ist. Wo sich Ausrüstung mit Know-How und Erfahrung paart, macht sie das (Über-)Leben leichter. Was nehmen wir auf die Sarek-Tour mit?

Dienstag, 11. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Ich packe meinen Koffer (2) - Verpflegung

 
Die Verpflegung stellt neben der Ausrüstung den zweiten großen und schweren Teil im Rucksack dar. Die gute Nachricht: Dieser Teil schrumpft mit der Zeit und wird also leichter. Verpflegung bedeutet Wasser und Essen. Vom Ersten gibt es im Sarek mehr als genug, vom Zweiten so gut wie nichts, wenn man keine Tiere töten oder Flechten von den Steinen kratzen möchte. Grund genug, sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen.

Montag, 10. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Food Trials - Kakao wie am Arbeitsplatz


Pimp my Muesli - oder doch einfach nur ein Becher Kakao? Im van Houten Dream Choco Drink Selection ist das Milchpulver bereits enthalten. Eigentlich ist er für Automaten gedacht, wie sie in jeder dritten Büroküche stehen. Aufgießen mit heißem Wasser reicht. 16 Prozent Kakao sorgen für einen kräftigen Geschmack.


Sonntag, 9. Juni 2013

Sarek-Tour 2013: Ich packe meinen Koffer (1) - Warum eine Packliste sinnvoll ist


Was kommt in den Rucksack - und wie? Probepacken ist in jedem Fall eine gute Idee. Geht alles rein - und wie schwer wird es am Ende? Aber von vorne: Also was? Na klar: Ausrüstung und Verpflegung.

Damit vor der Tour nichts auf der Strecke bleibt, erstellt man am besten eine Packliste. Das schafft Übersicht und hilft
a) nichts zu vergessen
b) nicht zu viel mitzunehmen und so
c) das Gewicht auf dem Rücken im Griff zu behalten.

Ist man im Team unterwegs,
lassen sich zum Beispiel gemeinsam nutzbare Dinge schnell ermitteln und müssen nicht doppelt eingepackt werden. Eine Packliste hilft aber auch dabei, die Flut guter Ideen zu strukturieren.