Mittwoch, 5. Februar 2014

Kanada: Trekking und Kanu-Tour auf dem Yukon - Ausrüstung (3): Auf die Matte gelegt


Wie man sich bettet, so liegt man. Generell umschreibt die Redewendung, dass man für die Konsequenzen seines Handelns selbst verantwortlich ist und darüber nachdenken sollte, bevor man die Handlung umsetzt. Wir nehmen den Spruch ganz wörtlich: Isomatten sollen als mobiler Bettersatz polstern und wärmen. Doch welche ist "die Richtige" für Kanada?

Guter Schlaf ist auf einer mehrtägigen Tour immens wichtig. Ohne sinkt das Konzentrationsvermögen und zumindest ich werde dann irgendwann dünnhäutig. Was die Erschöpfung nicht schafft, müssen also die Unterlage und der Schlafsack leisten. Beides bringen wir selbst mit. Es lohnt sich daher, einmal genauer hinzuschauen. 

Schnell-Check: Schaumstoffmatte vs. selbstaufblasende Matratze

Schaumstoffmatte

+ günstig
+ leicht
+ unempfindlich gegen spitze Steine, Wurzeln -> funktioniert auch noch, wenn sie Löcher hat

- wenig komfortabel, insbesondere für Seitenschläfer (wie mich)
- geringere Isolation
- sperrig

Selbstaufblasende Matratze

+ deutlich bessere Isolation als Schaumstoff
+ deutlich besserer Schlafkomfort
+ kleines Packmaß

- teurer
- schwerer
- gibt es ein Loch, ist die Luft raus (Flicken möglich)


Um es kurz zu machen: Ich kann auf Schaumstoffmatten nicht erholsam schlafen. Nach spätestens einer halben Stunde tun mir die Schulter und das Becken weh.

Dass Schaumstoffmatten leichter sind (ca. 200 Gramm), fällt bei einer Kanu-Tour nicht ins Gewicht. Dass sie sperriger sind dagegen schon. Da ich Modelle beider Typen bereits besitze, spielt auch der Preisvorteil keine Rolle. Bleibt also nur noch die Unempfindlichkeit gegen Löcher.

Egal ob im Zelt, in der Schutzhütte oder im Biwaksack: Selbstaufblasende Isomatten sind weitaus robuster, als gelegentlich vermutet wird. Prinzipiell möchte man ja auch nicht auf spitzen Steinen, Dornenzweigen oder Scherben schlafen. Und wenn, dann doch bitte ordentlich gepolstert. Wenn man bei der Schlafplatzwahl ein bisschen Common Sense walten lässt, gibt es überhaupt keinen Grund zur Sorge. Und ein Loch ließe sich schnell mit einem Stück Duct-Tape abdichten.

Kanada-Kombination: Mountain Hardwear Lamina 20 Schlafsack (links) und Prolite Plus Isomatte.
Laut Klima-Tabelle ist im Juni mit Temperaturen zwischen 6 und 18 Grad zu rechnen. Nachts kann es passieren, dass die Null-Grad-Grenze berührt wird.

Mit der Therm-A-Rest Prolite Plus nehme ich die wärmste und zweitdickste Matte mit. In der Größe S ist sie allerdings auch eine der kürzesten. Deshalb lässt sie sich immer noch auf die Größe von eineinhalb Tetrapacks komprimieren.

Sie reicht von der Schulter bis in die Kniebeuge, was völlig ausreicht. Wechselwäsche im Packsack wird zum Kopfkissen und der Fußbereich lässt sich im Extremfall mit der Tageshose und einem Fleece unterfüttern.

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